Die Rettung eines Industriedenkmals: Die Szene 64 ist mehr als ein Veranstaltungsort. Sie ist das pulsierende Herz bürgerschaftlichen Engagements, das ein Stück Schramberger Geschichte vor dem Abriss bewahrt hat. Im Junghans-Bau 64 erlebt ihr heute Kultur und Gemeinschaft in den historischen Mauern der ehemals größten Uhrenfabrik der Welt.
Das Gebäude, das ihr heute seht, wurde 1892 vom renommierten Schramberger Architekten Ludwig Storz geplant und 1893 fertiggestellt. Dieser Backsteinbau ist ein charakteristisches Beispiel für die Industriearchitektur des wilhelminischen Kaiserreichs. Ursprünglich diente er als Warenmagazin und Ölkeller und nahm einen Teil der benachbarten Lackiererei auf.
Nachdem das Junghans-Areal 2009 an einen auswärtigen Investor veräußert und parzelliert wurde, drohte dem schwer zu verwertenden Gebäude 64 trotz seines Denkmalschutzes der Abriss. Das Bürgerprojekt Szene 64 e.V. erwarb das Einzelobjekt, um dieses einzigartige Industriedenkmal zu erhalten und in einen modernen, flexiblen Veranstaltungsort zu verwandeln.
Heute leben die historischen Mauern von der Vielfalt ihrer Nutzer. Durch den Umbau wurde die ursprüngliche Struktur bewahrt, bietet aber modernen Komfort, um Hochzeiten, Konzerte, Seminare oder Ausstellungen zu ermöglichen.
Die bekannteste Belebung des Hauses ist der Schramberger Kulturbesen. In diesen historischen Räumen findet das etablierte Festival seine kraftvolle Kulisse und sorgt regelmäßig für unvergessliche Kultur-Highlights. Alle Infos und das aktuelle Programm findest du hier.
Auch die bildende Kunst hat ihren festen Platz. Die Initiative "Kunst in Szene 64" nutzt die inspirierende Atmosphäre des Industriebaus für Workshops und Ausstellungen.